Wir freuen uns, im Rahmen unserer Gastvorlesungsreihe auch MMag.* Utta Isop eingeladen haben zu können, die an der Uni schon einige Jahre lehrt und forscht! Sie wird sich in ihrem Vortrag der Romantriologie „Fifty Shades of Grey“ aus einer psychoanalytischen und feministischen Sichtweise mit Fokus auf Hierachien und Ausschluss annehmen:

„Der jüngste Welterfolg der Romantrilogie „Fifty Shades of Grey“ von E.L. James (2012) veranschaulicht die sexuellen Komponenten der lustvollen Prozesse des Hierarchisierens, Einschließens und Ausschließens. Er macht auch die Bedeutung dieser Prozesse für die Positionierung von Individuen innerhalb von Institutionen und Betrieben deutlich. Sehr schön und anschaulich werden hier die Verbindungen zwischen der Lust an den Prozessen des Hierarchisierens, Einschließens, und Ausschließens innerhalb der Institutionen und Konzerne mit den sexuellen Prozessen in sogenannten „privaten“ Beziehungen herausgearbeitet. Jessica Benjamin beschreibt in den „Fesseln der Liebe“ psychoanalytisch feministische Grundlagen für die Lust an Prozessen des Hierarchisierens, Einschließens und Ausschließens. Diese lassen sich mit Freud als „transformierte Mordlust“ deuten. Die BDSM-Bewegungen bieten einen Ausweg aus der Verdrängung der sexuellen Lust des Hierarchisierens, Einschließens und Ausschließens: durch das Coming-out.“

Mittwoch, 16.12.2015, 19 Uhr, HS 10 (Mensagebäude).